Uta hat mir ihre Banaue Fotos gegeben. Hier ein paar von ihnen:
(Nachtrag: ) Gefangen im engen Bus für 12 Stunden, auf dem Weg zu den Reisterrassen.Rechts und links die "bequemen" Sitze und ich zusammen mit ca. 10 anderen in der Mitte auf einem Hocker....

Gefangen von der tollen Landschaft.

Gefangen im Bande der Familie.
Gestern Morgen war ich ein bischen spät dran, weil ich noch beim morgendlichen Kaffee einige Tests korrigiert habe. Vollgepackt trippelte ich dann gegen kurz nach 8 aus meiner Tür, wartete eine scheinbare Ewigkeit auf den Lift und wischte mir verstohlen den Schweiß von der Oberlippe... was ein bischen schwierig war, da ich vollgepackt mit Unterrichtsmaterialien, Stockschirm und Wäsche für die Wäscherei war.
Endlich kam der Aufzug. Doch leider hielt er - zumindest vom Gefühl her - in jedem zweiten Stock, so dass die Fahrt aus dem 29. eine Ewigkeit dauerte. Endlich: 4, 3, 2, 1 - und Stopp. Mit einem Rütteln hielten wir und jeder wusste sofort, dass was nicht stimmte. Der Aufzug, der mittlerweile mit 17 Menschen gefüllt war, war steckengeblieben. Zwischen dem 1. und dem Erdgeschoss.
Es beruhigte mich ehrlich gesagt, dass es nicht ihrgendwo weiter oben passiert war, da der Absturz bei einem eventuellen Reißen der Seile nicht so tief sein würde...
Der Notruf funktionierte natürlich nicht und mein Fragen nach Kameras im Lift (die ansonsten überall sind) wurde verneint - und ja, mein Seufzer "And no Brat Pit around!" erntete nur ein müdes Lächeln... Jeder hämmerte auf seinem Handy rum und das "Walang signal" übersetzte ich einfach mal als "Kein Signal!"
Ich stellte mir die tollsten Geschichten vor: - keiner merkt, dass wir feststecken - Sauerstoffmangel - Feuer bricht aus - jemand versucht die Türen mit Gewalt zu öffnen -
und komischerweise genau das versuchte nun einer der starken Männer. Er öffnete irgendwie die Schwiebetüren, aber die Betonwand, die sich nun vor meinen Augen auftat, wollte ich irgendwie nicht sehen... der Film in meinem Kopf ging weiter: 18 Menschen lebendig begraben...
Alle blieben ruhig ...
Was ich nicht sah, da ich ganz hinten im Aufzug stand, war, dass wir zwischen zwei Stockwerken hingen und die Leute im Erdgeschoss, nun bei geöffneten Türen unsere Beine sehen konnten. Und schon hörte ich Stimmengewirr und die Menschen um mich herum bewegten sich ... "Wohin???", dachte ich...
Die Sicherheitsmänner aus dem Eingangsbereich hatten eine provisorische Leiter aus Stühlen gebaut und einer nach dem anderen ließ sich durch einen schmalen Schlitz auf die Stuhlleiter im Erdgeschoss gleiten. Helfende Hände streckten sich uns entgegen - und gierige Augen, wenn Frauen, so leider auch ich an dem Tag, einen Rock trugen... :-)
Abenteuer vorbei!
Übrigens lerne ich jetzt einmal in der Woche "Tagalog"... das nächste Mal, wenn ich wieder im Lift gefangen bin, kann ich dann vielleicht auf tagalog sagen "Schade, dass kein Brat Pit da ist" - und vielleicht wird dann gelacht!

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