
Weihnachten bei den Lats
unkompliziert und welcoming
Bewaffnet mit Geschenken, Nürnberger Würstchen (vom deutschen Metzger 10 Minuten von mir), Sauerkraut, Riesling und Christstollen stieg ich ins Taxi und fuhr über eine Stunde nach Quezon City (gerade mal 3 EUR), in ein Ecke, in der ich bisher noch nie war. Besonders wenn ich in Quezon bin, bekomme ich immer so einen „Reality Check“ – denn Makati, der Bezirk in dem ich wohne und arbeite – ist sehr sehr … na, wie soll ich sagen… aufgeräumt uns sauber…
Jedenfalls bekam mein Filmtheater im Kopf wieder viel Futter, je näher ich an Trinkas Haus kam… Die Pflanzen, „normale“ Leute, riesige Märkte, 10000 Trycycles,
Die Lats haben ein schönes, gemütliches Haus, mit einem kleinem Garten, umringt von Bananenpalmen.
Es wurde schon fleißig für das traditionelle Noce Buena gekocht
… und ich war nicht der einzige ausländische Gast. Die Schwester, die in Australien als Physiotherapeutin arbeitet, hat einen spanischen Freund mitgebracht. So verbrachten wir den Nachmittag und den Abend mit Reden, Kochen und Trinken und als wir gegen 9 oder 10 aßen, begleitete uns die älteste Tochter über Skype. Sie arbeitet in den USA als Rechtsanwältin und ich fand es richtig cool (und beneidenswert!), wie selbstverständlich die ganze Familie beim Essen saß, den Heiligabend zusammen verbrachte – mit der ältesten Tochter auf dem Schrank – am Laptop.
HALLO! Familie! Das war ein Wink mit dem Zaunpfahl!!! J
Die jüngste Tochter (@ Tristan: 21 und noch Single ;-) ) verkauft u. a. Tofukekse – mhhh, yummie!
Am nächsten Morgen wurden wir bereits um halb sieben geweckt und autsch…. unsere Köpfe!
Während die Schwestern die Strümpfe mit Geschenken füllten, genoß ich die Geräusche der Umgebung im Garten und freute mich über Weihnachtsgrüße von Familie und Freunden auf meinem Handy. Danke euch, ihr Lieben!!!!
Gegen 9 ging es ans Kekseausliefern: kleine Weihnachtsaufmerksamkeiten für ausgewählte Leute aus der Nachbarschaft (ungefähr 35….), die Tofukekse in die Hand gedrückt bekamen.
Da es ja noch relativ früh war, machte nicht jeder auf…
wir warten…
und warten…
ein paar Mal wurde ich geschickt – und einmal gab ich einer alten Oma die Kekse, fröhlich „Merry Christmas“ flötend und ich wette – so verstört wie die mich angeguckt hat – die geht zu ihrer Familie und erzählt –
„… und plötzlich hält da ein Auto, und ein Whity springt raus, drückt mir die Tofutaler in die Hand… und ich dachte „WAS WILL DIE?“….
oder sie denkt,
„Haben die Lats jetzt ausländische Maids beschäftigt?“ Wir drei Mädels amüsierten uns jedenfalls köstlich über die Gesichter!!!
Dann Frühstück (Reste vom gestrigen Abend... Brot und Marmelade ist nicht soo üblich in den Philippinen....) und dann endlich die Geschenke, die sich üblicherweise in einem Strumpf befinden …
ich bekam eine coole Lampe für meine Wohnung, Süßgikeiten, japanisches Trockeneis mit Erdbeergeschmack, eine Tasche im traditionellen Baststil… und die Mutter bekam den Serviettenhalter, den Trinka damals auf den Reisterrassen gekauft hatte – ich finde den total cool, aber die Mutter schien nicht soooo begeistert
… da aus dem Mund Toilettenpapier kommt, war ihr Kommentar: „Was soll das heißen – alles was aus meinem Mund kommt, ist nur gut genug für Scheiße?“ Ich fand den Spruch zum Totlachen, aber ich glaube, sie meinte den schon relativ ernst… schade!!!
Danach wieder Geschenke einpacken und zur großen Familienversammlung 15 Minuten entfernt – wo 1000 Kinder rum sprangen und ebenso viele Kindermädchen.
Na, da haben die Eltern zumindest Zeit sich zu amüsieren.
Die riesige Familie war voll nett, ein paar wenige waren auch schon mal in Deutschland – und ich brachte dem ein oder anderen Wörter bei, wie… Affe… oder blöde Kuh… oder du blöder Affe… oder Ente… oder… im Austausch für das Äquivalent in Tagalog…und es gab den allerleckersten NY Cheescake, den ich seit meinem Weggang aus Berlin gegessen habe…mhhh. sooo good!
Süß, oder? Trinkas Schwester übt schon mal…
Am späten Nachmittag fuhren alle in die Kirche und ich fuhr mit der MRT (so was wie S-Bahn) zurück nach Hause und ich fand es schade, dass Weihnachten schon vorbei war….
Danke Familie Lat!















































