Mindanao - eine Insel im Süden der Philippinen - war mein Reiseziel über Sylvester.
Für die Insel gibt es eine Reisewarnung vom Auswärtigen Amt, die vor Anschlägen durch islamische Terroristen warnt. Allerdings gilt der Norden, also, dort wo es mich hinzog, in der Bevölkerung als sicher.

Geplant war ein einwöchiger Trip: von Samstag, Abflug 5 Uhr morgens (nach Cagayan de Oro, am nächsten Tag mit dem Boot weiter nach Camiguin) bis Freitag Ankunft in Manila morgends um 11.
Doch die Philippinen sind unberechenbar! :-)
Da am 1. Januar keine Fähren fahren
und am 2. / 3. Januar ein Taifun wütete
kam ich erst Sonntagnachmittag wieder zu Hause an.

Ankunft und Wanderung über das Rollfeld
picturetime!
:-)

Kaffee und Doghnuts während ich mit Ray und Lodie, 2 Schülern noch aus Berliner Zeiten, die in Cagayan wohnen, auf den Tourstart zum Whitwater Rafting warte.

Der reißende Fluss mit 14 zu überwindenden Hindernissen und einer dreistündigen, nassen, lustigen Fahrt...

Und da die Sonne heiß und gefährlich ist, muss sich dementsprechend geschützt werden. Ich versuchte es mit Sonnencreme... andere mit Schutzkleidung...


Nach dem Rafting, Essen und frisch machen im Hotel - und vor allem trockenen Kleidungsstücken, besuchten wir die riesige Ananasplantage von Del Monte. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nicht (shame on me!), dass Ananas auf Büschen wächst... ich dachte auf Bäumen! Leider waren die Felder schon abgeerntet.

Nach einem super super super Stück lokalem Fleisch in einem Steakhouse (mhhhh medium-rare, gut gewürzt - fantastisch!), besuchten wir noch den Nachtmarkt, mit Musikbühnen, gefälschter Kleidung, und dem üblichen Schnickschnack. Wie schön mitte Dezember im Kleidchen über einen Markt zu laufen :-)

Am nächsten Tag mit der Fähre nach Camiguin - einer wunderschönen Vulkaninsel, mit den freundlichsten Menschen, die ich je getroffen habe.

Und auf dem Rücken eines Trucks zum Hostel. Yippie!

Trotz windigem Wetter nahmen wir am nächsten Morgen um 7:00 (!!!) ein klitzekleines Boot (im Hintergrund) und fuhren zu einer weißen Sandbank, die von Korallen umgeben ist. Denn ansonsten gibt es hier, wie man sieht, nur einen schwarzen Strand, den ich persönlich ja sehr cool finde!

Ja, gar nicht so leicht, aufs Boot zu kommen :-)


Wusstet ihr, dass es blaue Seesterne gibt?

Auf der Insel gibt es auch heiße Quellen (herrlich! In den Abendstunden sehr zu empfehlen!!...wenn du auf dem Rücken im heißen Wasser liegst, und auf deinem Gesicht der kühle Regen plätschert... ein wunderschöner Augenblick im Leben) und erfrischende Wasserfälle.


Nachdem Ray und Lodie abgereist waren, zog ich in ein anderes Hostel um - ins "Action Gekko" und traf, ja klein ist die Welt!, Helmut und Tanja. Zusammen mit dem Frankfurter Florian, dessen Job es unter anderem ist, 0190 Nummer zu verkaufen - und manchmal zu testen :-)
verbrachten wir 4 etwas regnerische Tage in diesem Resort.
Das Wetter trübte aber unsere Stimmung nicht im geringsten, da es viel Platz, Hängematten, Bücher und gemütliche Kissen zum Rumhängen gab. Im Prinzip verbrachte ich die meiste Zeit auf der überdachten Veranda und las und schaukelt und las ...


Helmut mit seinem Bauarbeiterhelm sieht ja wohl einfach nur cool aus, oder? Er und Tanja hatten sich ein "Motorrad" geliehen und fuhren wohl einige hundert Kilometer in ihrem Urlaub... zum Leid für Tanjas Popöchen :-)

Der vermeintlich letzte Urlaubsabend - wieder zurück in Cagayan de Oro. Noch einmal traf ich Ray und Lodie und sie entführten mich in ein Restaurant, welches am Ende eines Bootsstegs lag. Das war sehr schön!
Am nächsten Morgen sollte es dann wieder zurück nach Manila gehen. Doch der Taifun machte nicht nur diesen Plan zunichte, sondern hinterließ auch über 8000 obdachlose Familien.




... Es ist etwas anderes, eine Katastrophe im Fernseh zu sehen, als in der Realität... Schockierend! Gänsehaut!

Den "gewonnen" Tag verbrachte ich im Internetcafé und mit einem Stadtrundgang und trank den besten Mangolassi mit Schokoladenschlieren in meinem Leben! Soooo yummie!!

Am nächsten Morgen regnete es wieder und vor dem Flughafengebäude stand eine riesige Schlange von Menschen, die alle heute regulär oder so wie ich zusätzlich fliegen wollten / mussten. Es dauerte 2 Stunden bis ich von der Position, wo das Bild unten aufgenommen wurde, mit der Boardkarte in der Hand vorm Gate stand!!!


Drei WEITERE Stunden schwitzte ich - im wahrsten Sinne des Wortes - mit Hunderten von Menschen, ob unsere Maschinen nun fliegen würden oder nicht... und dann endlich die erlösenden Ansagen: "Sofort Boarding!" - ein Fenster in der Wolkendecke befreite uns aus dem Schwitzkasten und ermöglichte den Flugverkehr. Warum man auf ein Wolkenloch warten muss, im Zeitalter des Radars? Nun, weil es keine Radaranlage am Flughafen von Cagayan de Oro gibt, klärte mich ein Hobbypilot auf!

Blick auf Manila - home sweet home!
Abschließende (wenn auch unzureichend überprüfte) Erkenntnisse:
1. Rain keeps on following me!
2. Auf den Philippinen gibt es kaum weibliche, westliche Rucksackreisende, aber dafür viele alte, alleinreisende Männer.