Mittwoch, 22. Juli 2009

Fortbildung für Fortbilder – in Gauting




Wo zum Teufel ist Gauting? Noch nicht mal in München sondern in einem Kaff nebenan sollte ich die nächsten 2 Wochen verbringen!

Wie konnte ich am Sonntag, den 5. Juli ahnen, wie wunderbar diese location sein würde! Ein Gästehaus mit sauberen, neuen Einzelzimmern, sowie Sauna und Fitnessraum und ein Tagungsgebäude warteten auf einer riesigen Wiese am Waldrand auf 20 Teilnehmer aus 16 (!) verschiedenen Ländern.



Alle Teilnehmer waren wie ich als DaF-Lehrer und Fort- bzw. Ausbilder tätig – waren jedoch bis auf mich die beiden Kat(h)rins Einheimische der jeweiligen Länder. Am Goethe arbeiteten nur Katrin (Bangkok) und ich. Alle anderen an Sekundarschulen – oder wie Kathrin (die andere) für das Bildungsministerium im Jemen (!!). Beide Kat(h)rins (also die mit und die ohne „h“) wurde meine neuen „homies“.



In der Pause tranken wir Kaffee –



nach der Arbeit Wein. Wie man an den Fotos sehen kann, senkten wir drei den Altersdurchschnitt des Seminars beträchtlich. Es war soo witzig mit den beiden – und schon bald wurden wir alle drei nur noch „Katja“ genannt, da es niemand auf die Reihe bekam, unsere Namen auseinanderzuhalten…

In den zwei Wochen haben wir viel gelernt …



über Auflockerungsübungen…


zahlreichen Methoden um mit so vielen Leuten wie möglich zu diskutieren…


den ESRIA Kreislauf, den man bei einer Fortbildungsplanung beachten sollte…



wir durften malen…



und Gemälde bewundern…



Postkarten für unser Innenleben sprechen lassen…



oder auch Gegenstände…es war sehr sehr abwechslungsreich! Da wir drei allerdings noch nicht sooo lange aus der Uni draußen sind, waren die „neueren Tendenzen“ in der Fremdsprachendidaktik nicht wirklich neu. Der Austausch mit den erfahreneren Kolleginnen brachte dafür neue Blickwinkel in meine Arbeit.



Natürlich wurde nicht nur gearbeitet! Es gab ein sehr nettes kulturelles Programm, welches u.a. einen Theater- und Konzertbesuch beinhaltete und auch einen Ausflug ins Voralpenland.



Die Natur – die Luft – die Kuhglocken!



Wunderschön! Als wir den Gipfel des Herzogstands erklommen hatten,



verschlug es besonders der Kollegin aus Kamerun die Sprache



– die Mädels aus Usbekistan und Russland dagegen fingen ihre Meisterleistung schon an zu feiern.



„Doch nicht ohne die deutsche Flagge!“, warfen wir ein - und ein weiteres Fotomotiv war geschaffen (man beachte die Jackenfarben: schwarz / rot / gold).

Viel mehr als die Gipfelbesteigung allerdings freute mich der Fund von „Pustefix“ und ihr glaubt nicht, wie schnell all die ach so Erwachsenen plötzlich zu Kindern wurden ;-)


Fast zum Abschluss des Seminars gab es noch einen internationalen Abend, an dem jeder etwas aus seinem Land präsentieren musste.


Nebenbei wurde gegrillt und es war ein super schöner Abend mit viel melancholischem Gesang und Tanz zu heißen kolumbianischen und afrikanischen Rhythmen.



Ich habe da zum Beispiel auch gelernt, wie mein Name auf Arabisch heißt …und wieder vergessen…


und auf Litauisch: Beckeryte (-yte, da der Name auf „er“ endet und ich nicht verheiratet bin).



Zwischendurch habe ich mich noch mit meinem Exfreund getroffen, den ich 11 Jahre nicht gesehen habe und wir landeten zusammen … (hahaha) …auf einem Konzert am Starnberger See und im „Augustiner Keller“ einem wunderwunderschönen Biergarten mit riesigen Kastanienbäumen,



riesigen Bierkrügen



und riesigen Brezeln… Diese haben wir dann in Obazda, einer Käsecreme gestippt…mhhhh…lecker!



Obwohl es natürlich, wie bei jeder Gruppe, welche gab, die voll nervten, weil sie meinten zu allem etwas (langatmiges aber leeres) zu sagen zu haben, oder welche die …na lassen wir das…. fand ich es voll schade abreisen zu müssen.

Hoffentlich bleibe ich wenigstens mit den beiden Kat(h)rins in Kontakt! Und mit Rasa aus Lithauen – die mit ihrem Fahrrad durch Gautingen fuhr, während ich hinter ihr herjoggte und ihren Geschichten aus dem mir fremden Land lauschen durfte… und mit Gretchen aus Neuseeland, die für mich eine nie versiegende Quelle von Wissenswertem war…und…

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